Beschäftigung Älterer
Das Angebot an Arbeitskräften wird in den nächsten Jahren massiv zurückgehen – bis 2030 sinkt die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (20 – 65 Jahre) um fast ein Fünftel von ca. 50 Mio. auf ca. 42 Mio. Bereits 2020 wird jede dritte erwerbsfähige Erwerbsperson älter als 50 Jahre sein (Eurostat 2010).
Kontinuierlich gestiegene Lebenserwartung und die jahrzehntelange Frühverrentungspraxis haben die durchschnittliche Rentenbezugsdauer in den letzten 50 Jahren um 80 % steigen lassen – von weniger als 10 Jahre Anfang der 1960er Jahre auf heute rund 18 Jahre. Ohne eine Anpassung der Lebensarbeitszeit an die zunehmende Lebenserwartung ist die gesetzliche Rentenversicherung auf Dauer nicht finanzierbar.
Die häufigere und längere Beschäftigung älterer Arbeitnehmer ist ein wichtiger Faktor zur Fachkräftesicherung. Bereits jetzt steht fest, dass es gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Zukunft schwieriger sein wird, bei Bedarf neue, junge Arbeitskräfte zu finden.
Viele Unternehmen haben die Potenziale Älterer erkannt und innerbetriebliche Maßnahmen ergriffen. Von Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten (machen 80 % der Gesamtbeschäftigung aus), beschäftigen bereits mindestens 90 % Mitarbeiter aus der Altersgruppe „50plus“ (IAB-Betriebspanel 2008). Nur wer gleichermaßen in Gesundheitsförderung, Weiterbildung, Motivation und Infrastruktur investiert, wird künftig mit qualifizierten, motivierten und gesunden Mitarbeitern im Wettbewerb bestehen können.
Um ältere Arbeitnehmer länger und verstärkt im Erwerbsleben zu integrieren, bedarf es weiterer Reformen für Wachstum und Beschäftigung, einer konsequenten Durchführung der „Rente mit 67“ sowie den weiteren Abbau von Frühverrentungsanreizen.
Kontakt UVN
Für Fragen und Anregungen rund um die Beschäftigung Älterer steht Ihnen Frau Birgit Stehl gerne zur Verfügung.



