Schulische Bildung
Strukturwandel und demografischer Wandel verlangen, dass wir künftig mit weniger Arbeitskräften mehr Leistung erbringen müssen. In Zukunft werden wesentlich weniger Jugendliche die Schulen verlassen. Im Jahr 2020 wird die Zahl der niedersächsischen Schülerinnen und Schüler knapp über 750.000 liegen. Weniger Schüler gab es in Niedersachsen seit 1955 noch nie.
Eine qualitativ hochwertige Schulbildung ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Lebensgestaltung und Bildungsbiografie. Gleichzeitig wächst der Fachkräftebedarf auf allen Qualifizierungsstufen an und die Anforderungen der einzelnen Berufsbilder werden komplexer. Nur wenn das Bildungsniveau insgesamt steigt, können wir dafür sorgen, dass sich die Lage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nicht unnötig verschärft.
Die UVN engagieren sich daher für eine Steigerung des Bildungsniveaus und der Schulqualität in unserem Bundesland.
Oberschule
Die UVN begrüßen die Einführung der „Oberschule“ als einen Schritt zur Entwicklung eines Zwei-Säulen-Modells. Bildungsökonomisch betrachtet gilt, dass im internationalen wie im Bundesländervergleich Kinder aus sozial schwachen Familien dort bessere Chancen haben, wo es nach der Aufteilung nicht drei, sondern nur zwei Schulformen gibt.
Der Anteil der Schülerinnen und Schüler in der Hauptschule in Niedersachsen ist seit 1984 kontinuierlich gesunken. Seit 2004 ist ein Rückgang der Fünftklässler, die die Hauptschule anwählen um 10 Prozentpunkte auf 12,4 % gefallen. Die Anzahl der Hauptschulempfehlungen hingegen lag im selben Zeitraum über 10 Prozentpunkte über dem tatsächlichen Anwahlverhalten. Bekannt ist auch, dass demographiebedingt bereits jetzt ca. 70 Prozent der niedersächsischen Hauptschulen die gesetzlich vorgeschriebene 2-Zügigkeit unterschreiten.
Die Oberschule kann zum einen für schwache Schülerinnen und Schüler neue Chancen bieten und lässt zum anderen zu, dass Schulträger Ressourcen bündeln, die dann wieder direkt ins Bildungssystem investiert werden können. Dies ist von erheblicher Bedeutung sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung Niedersachsens als auch für die Unternehmen vor Ort, die gut schulisch vorgebildeten Jugendlichen berufliche Chancen durch die duale Ausbildung bieten.
Kontakt UVN
Für Fragen und Anregungen rund um das Thema Schulische Bildung steht Ihnen Frau Mareike Wulf gerne zur Verfügung.



