Carbon Footprint
Die Reduktion der Treibhausgasemissionen erfordert ein grundlegendes Umdenken bei der Produktion von Waren und Dienstleistungen sowie deren Konsum.
Das Instrument „Carbon Footprint“ ist im Rahmen dieser Diskussion als Lösungsbeitrag in den Fokus gerückt. Bei dem Begriff ist zu unterscheiden zwischen dem Product Carbon Footprint (PCF) und dem Corporate Carbon Footprint (CCF). Unter beiden Begriffen versteht man eine Bilanz der Treibhausgas-Emissionen über die gesamte Lebensdauer. Während sich der Corporate Carbon Footprint auf die Bilanz einer ganzen Organisation bezieht, bilanziert der Product Carbon Footprint die THG-Emissionen eines einzelnen Produkts in einer definierten Anwendung und bezogen auf eine definierte Nutzungseinheit.
Der Prozess des Product Carbon Footprinting kann Unternehmen unterstützen, Transparenz über ihre Treibhausgasemissionen entlang ihrer Wertschöpfungskette zu erlangen und sinnvolle Reduktionspotenziale zu identifizieren.
Aktuelle Entwicklungen
Zahlreiche Initiativen auf internationaler und nationaler Ebene haben sich in den letzten Jahren zum Ziel gesetzt, Methoden und Empfehlungen zur Berechnung der Kommunikation eines PCFs zu entwickeln bzw. zu harmonisieren. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Aussagekraft von PCFs auch ihre Grenzen haben. Dabei handelt es sich vor allem um methodische Schwierigkeiten, wie den Datenstreubreiten oder den wechselnden Parametern entlang der Lieferkette bei der Erfassung und Aufbereitung von PCFs als aussagekräftige Kenngrößen für Verbraucher.
Bisher existiert noch kein internationaler Standard zur PCF Berechnung. Ein ISO-Standard (ISO 14067) zum PCF und eine international harmonisierte Richtlinie mit dem Charakter eines Standards sind derzeit in Arbeit. Mit den Ergebnissen wird allerdings nicht vor 2012 gerechnet.
Kontakt UVN
Für Fragen und Anregungen rund um das Thema Carbon Footprint steht Ihnen Frau Anne Heitland gerne zur Verfügung.
Weitere Informationen
Leitfaden BDI und BMU „Produktbezogene Klimaschutzstrategien“




