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Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN)

Aktuell

UVN: Betriebliche Kinderbetreuung ist gut für Kind, Eltern und Arbeitgeber – Neuer Leitfaden für Unternehmen demonstriert Möglichkeiten einfach und übersichtlich

03.12.2012

Die Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN) veröffentlichen den ersten Leitfaden für Unternehmen zur betrieblichen Kinderbetreuung in Niedersachen. Mit Unterstützung der Landesregierung wurde eine praxisnahe Einführung in die betriebliche Kinderbetreuung erarbeitet, die unterschied-liche Modelle aufzeigt, Entscheidungskriterien und Ansprechpartner liefert sowie Schritt für Schritt bei der Umsetzung unterstützt.

Hannover. Mittlerweile geht der Bedarf über die Zielsetzung der Niedersächsischen Landesregierung, bis 2013 für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot zu schaffen, hinaus. Die stark wachsende Nachfrage der Arbeitnehmer nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Kinderbetreuung bereits ab dem ersten Jahr, hat die UVN dazu ermutigt zum einen mit dem Leitfaden den komplexen Prozess von der Idee bis zur Umsetzung betrieblicher Kinderbetreuung einfach aufzuschlüsseln und zum anderen sich stärker für die Abschaffung der bestehenden bürokratischen Hürden einzusetzen.

„Fachkräftemangel, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliches Engagement – es gibt gute Gründe für Unternehmen, über die Einrichtung eigener Kinderbetreuungsangebote nachzudenken. Auch ist Familienfreundlichkeit für junge Beschäftigte mit Kindern bei der Arbeitgeberwahl mindestens so wichtig wie das Gehalt“,  erklärt Dr. Volker Müller, UVN-Hauptgeschäftsführer. „Mit dem Leitfaden möchten wir Unternehmen einen leichteren Zugang zur betrieblichen Kinderbetreuung ermöglichen. Die Hemmschwelle, sich mit dem sehr komplexen Thema zu beschäftigen, muss gesenkt werden. Parallel setzen wir uns weiter dafür ein, bestehende bürokratische Hürden deutlich abzubauen. Dazu gehören unter anderem der Förderprozess mit dem Wunsch nach einer einheitlichen Anerkennung der Qualifikation von Erziehern und schnellere Auszahlungen sowie eine engere Zusammenarbeit der Kommunen, damit das Geld für den Kita-Platz nicht nur am Wohnort, sondern auch am Arbeitsort zur Verfügung gestellt wird. Wir hoffen, dass dadurch mehr betriebliche Kinderbetreuung angeboten wird. Am Ende muss aber jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden,  ob und welche Form der betrieblichen Kinderbetreuung in Frage kommt.“

Ministerpräsident David McAllister sagt anlässlich der Vorstellung des Leitfadens „Betriebliche Kinderbetreuung“: „Niedersachsen gehört zu den Ländern mit der besten Ausbaudynamik bei der Kinderbetreuung. Allein seit März 2012 hat das Land 10.000 neue Plätze für unter Dreijährige bewilligt. Betriebskindergärten sollen künftig leichter gegründet werden können. Dafür muss das Wohnortprinzip beim Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Krippe oder Kindertagespflegeeinrichtung gelockert werden. Wir wollen bis 2014 gemeinsam mit der niedersächsischen Wirtschaft die Zahl der Betriebskindergärten verdreifachen und auf diesem Weg 1.200 Betreuungsplätze schaffen. Um die Gründung zu erleichtern und kurze Genehmigungsverfahren sicherzustellen, richtet das Niedersächsische Kultusministerium eine zentrale Koordinierungsstelle ein. Gemeinsame Einrichtungen von Unternehmen und Kommunen stellen einen praktikablen Weg dar, um in Arbeitsplatznähe Einrichtungen zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern zu schaffen. Der heute vorgestellte Leitfaden ist das Ergebnis der erfolgreichen Kooperation von Landesregierung und UVN. Es ist das gemeinsame Ziel, die Ausbaudynamik bei der betrieblichen Kinderbetreuung weiter zu steigern.“

Den Leitfaden „Betriebliche Kinderbetreuung“ können Unternehmen direkt bei den UVN anfordern unter Telefon 0511-8505-280 oder unter diana.spionek@uvn-online.de.

Der Leitfaden ist erschienen mit engagierter Unterstützung von PME Familienservices, der Continental AG, Block Transformatoren und Rosen Inspection Technologies.

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